Das Projekt Archihuman basiert auf einer Idee die in Zusammenarbeit mit Luc Schuiten entstand. Ziel des Projektes ist die Wiedereingliederung von Obdachlosen in die Gesellschaft. Hierzu sollen an innerstädtischen Brachen und Brandwänden Minimalbehausungen installiert werden die Obdachlosen zur Verfügung gestellt werden. Der Obdachlose wird so nichtmehr als minderwertiges Mitglied und verlorener Bestandteil unserer Gesellschaft gesehen sondern bekommt den Status eines Diogenes der durch Reduktion und die Besinnung auf das wesentliche neue Philosophien und Impulse in die Gesellschaft sendet. Eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft ist leichter mit einem ständigen Wohnsitz und einer dauerhaften Erreichbarkeit möglich. Diesem Thema nimmt sich ein sozialer Verein an der sich um die Verwaltung und die Betreuung der Obdachlosen kümmert.

Architektur wird als Mittel zur Gestaltung von sozialem Lebensraum und zur Aufwertung des Stadtbildes eingesetzt. Die Anforderungen an Größe, Gestalt und Material werden situativ festgelegt. Durch diese Variabilität entstehen individuelle Anordnungen die zur Identifikation mit dem Gebäude beitragen.  Grundlage der Architektur sind innovative Konstruktionsarten und ökologische Materialien die dem gewählten Thema besonderes Gewicht und Anerkennung verleihen. Die eigentliche Entwurfsaufgabe bestand daher zuerst in der Entwicklung und Organisation eines ganzheitlichen Konzeptes. Durch die Wiederbelebung von verlorenen Orten in der Stadt entsteht zugleich eine Aufwertung der Quartiere.